UMTS-Internet erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Ende 2008 gab es laut BITKOM bereits 16 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland. 2009 soll die Zahl der UMTS-Anschlüsse um gut 40 Prozent auf 22,7 Millionen steigen. Diese Zahlen manifestieren, dass das UMTS-Internet endlich bei den Verbrauchern angekommen ist. "Einen Schub bei den UMTS-Teilnehmerzahlen bringen derzeit die neue Generation der Smartphones und Netbooks", kommentierte der BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die positive Entwicklung im UMTS-Bereich. Gerade die Mini-Notebooks gelten in diesem Zusammenhang als treibende Kraft. Die kleinen Netbooks werden häufig mit integrierten UMTS-Modul angeboten oder die Anbieter schnüren Kombi-Pakete mit USB-Surf-Sticks. Attraktive Datengeräte und sinkende Datentarif-Preise sorgen dafür, dass das mobile Internet von immer mehr Privatpersonen genutzt wird. Der Umsatz mit mobilen Datendienstenwird in Deutschland 2009 laut EITO aller Voraussicht nach um 8 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro steigen. Das entspricht mittlerweile einem Viertel des Gesamtmarkts im Mobilfunk-Sektor. Der BITKOM-Präsident kommentierte diese Entwicklung mit den Worten: "Datendienste sind der Treiber der Telekommunikation." Dabei sind nach BITKOM-Berechnungen die Umsätze mit dem UMTS-Internetzugang und Mobile Mail mittlerweise höher als die Erlöse aus dem SMS- und MMS-Bereich. Der Gesamtumsatz mit Mobilfunkdiensten soll im Jahr 2009 um rund 0,3 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro wachsen. Das niedrige Gesamtwachstum im Mobilfunkbereich liegt nicht an den mobilen Datendiensten, sondern in erster Linie an der Entwicklung im Telefonie-Bereich. Denn die Umsätze mit Handy-Gesprächen fallen wegen sinkender Tarife und Flatrates voraussichtlich um 2 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro.