Prepaid UMTS
Mobiles Internet wird immer beliebter. Da verwundert es kaum, dass die Menschen nach günstigen Surf-Möglichkeiten suchen. Viele Verbraucher wollen sich nicht vertraglich an einen Anbieter binden und halten deshalb Ausschau nach einer Prepaid-UMTS-Surf-Variante. Betrachtet man die aktuellen Zahlen bezüglich aller in Deutschland abgeschlossenen Handy-Verträge, so greifen immer mehr Menschen auf das Prepaid-Modell zurück. Der Branchenverband BITKOM geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass es sich bei über 55 Prozent aller Handyverträge um Prepaid-Verträge handelt, die stets im Voraus bezahlt werden. Ein Prepaid-UMTS-Tarif zeichnet sich dadurch aus, dass der Verbraucher vorab einen bestimmten Geld-Betrag an den Mobilfunkanbieter zahlt. Der Kunde bekommt dafür eine Prepaid-Karte sowie ein bestimmtes Guthaben für sein Handy (ein bis zehn Euro). Im Anschluss kann der Verbraucher so lange mobil telefonieren, SMS senden, oder andere Mobilfunkdienste nutzen, bis sein Guthaben aufgebraucht ist. Das Prepaid-Konto kann dann entsprechend durch Einzahlung immer wieder aufgeladen werden.
Bei einem Prepaid-Tarif muss man keine monatliche Grundgebühr bezahlen. Der Kunde hat die Handykosten stets voll im Griff. Wer sich im UMTS-Bereich für das Prepaid-Modell entscheidet, muss jedoch bei der Finanzierung der Hardware in den sauren Apfel beißen. Das Wunsch-Handy wird nicht subventioniert angeboten. Meist muss man den vollen Preis bezahlen. Wer ein Standard-Handy nimmt, zahlt für das Gerät rund 30 bis 50 Euro. Komfortablere Handys sind für rund 150 bis 200 Euro zu haben. Ein weiteres Manko ader meisten Prepaid-Tarife: Die meisten Mobiltelefone sind im Rahmen des Prepaid-Verkaufs mit einem SIM- oder Netzlock versehen. Der Verbraucher kann in solch einem Fall nur die mitgelieferte Prepaid-SIM-Card benutzen, eine Entsperrung ist zwar möglich, kostet aber extra. Wer viel Geduld hat, kann rund zwei Jahre warten. Nach Ablauf dieser Frist wird die Sperre meist aufgehoben. In der Vergangenheit war das Prepaid-Guthaben zwölf bis 15 Monate lang gültig. Inzwischen haben die Anbieter diese Regelung etwas gelockert: Das Guthaben kann länger genutzt werden. Allerdings muss man mindestens einmal pro Jahr eine kostenpflichtige Aktion durchführen. Ungenutzte Beträge auf dem Prepaid-Konto können heute auch auf Kulanz ausgezahlt werden.